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Die
Wildforschungsstelle Aulendorf ermittelte, dass allein in Baden-Württembergs
jährlich 4000 Tonnen Mais als „Kirrung” ausgebracht werden - das sind für ein
erlegtes Wildschwein im Schnitt etwa 100 Kilo (!) Mais - in manchen Revieren
sogar über 400 Kilo! Hinzu kommt die Fütterung mit Kraftfutter im Winter, die
noch mal in ähnlicher Größenordnung liegen dürfte - und die vielen illegalen
Fütterungen, die Naturschützer und Jagdgegner immer wieder aufdecken und zur
Anzeige bringen. Der NABU-Jagdexperte Michael Hug weist darauf hin, dass
Wildschweine „gemästet werden wie ein Hausschwein”.
Gerade die Fütterung
mit Mais fördert wegen seinem sehr hohen Stärkeanteil (im Gegensatz zur
natürlichen Nahrung) die Fruchtbarkeit der Bachen - und kurbelt damit die
Vermehrung der Wildschweine an. Selbstverständlich sind die Jäger dann gerne
bereit, diese (jägergemachte!) Vermehrung wieder zu dezimieren…
Jäger
geraten immer mehr in die Kritik - und müssen ihr blutiges Hobby rechtfertigen.
Die Jagd ist heute
ein Hobby, ein Freizeitvergnügen - und in ihren Jagdzeitschriften geben die
Jäger ihre “Lust am Töten” und “Freude am Beutemachen” inzwischen offen zun.
Dieses Hobby-Töten kann die überwiegende Mehrheit der Menschen heute nicht mehr
gutheißen. Repräsentative Umfragen der letzten Jahre zeigen übereinstimmend:
70-80% der Deutschen stehen der Jagd kritisch gegenüber oder fordern sogar die
Abschaffung der Jagd. (Quellen: GEWIS-Institut 1996; GEWIS-Institut 2002;
EMNID-Institut 2003, EMNID-Institut 2004) Und darum verbrämen die Jäger ihr
blutiges Hobby in der Öffentlichkeit und behaupten, Jagd wäre notwendig, weil
sonst die Wildschweine alle Felder verwüsten und die Rehe den Wald auffressen…
Zusammenfassung : Ursache der
Wildschwein-Misere: Die Jäger
Jagd: Nebenform menschlicher Geisteskrankheit
Der erste Präsident
der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, schrieb am 1.12.1955 an seine
Briefpartnerin Toni Stolper in New York:
„Zur `Jagd´ dies:
Jägerei ist eine Nebenform von menschlicher Geisteskrankheit, von der ich nie
befallen war. Aber: sie ist. Auch Diplomaten und Staatsmänner, die dafür gelten,
die sich dafür halten, sind davon befallen… Ich habe nie eine Flinte in die Hand
genommen und mir nie, wie alle anderen, ein Jagdkostüm angeschafft, sondern
spaziere im Straßenanzug.”
(Theodor Heuss: Tagebuchbriefe 1955-1973, hg. V. Eberhard Pikart,
Tübingen/Stuttgart 1970, S. 106)
Quelle:
www.pro-jure-animalis.de
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