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Gammelfleisch und "Gammel"-Futter
Auch
Sie haben in der letzten Zeit viel über Gammelfleisch in
allen Medien vernommen. Das ganze Land war wochenlang in
Aufruhr, und der Normalverbraucher fragte sich, was er
denn noch essen solle. An das Elend der Tiere, die man
aufgrund der hier sichtbar gewordenen Überproduktion ihr
Leben lang von Geburt an bis zu ihrer
grauenhaften Schlachtung umsonst doppelt gequält hat,
dachte und denkt niemand. Dabei ist die Frage so leicht
zu beantworten: Man mutiert zum Veganer, entgeht damit
jeglichem weiteren Fleischskandal, bleibt dabei auch
noch ausgezeichnet gesund und trägt zur Rettung unserer
Erde bei. Man erregt sich aber lieber wochenlang über
Gammelfleisch.
Nicht
in Aufruhr gerieten offenbar ca. 6 Mio. Hundehalter über
die Testergebnisse von 30 Hundefuttersorten in "Test"
9/2006 - von Futter, das sie ihren vierbeinigen
Familienangehörigen tagtäglich verfüttern.
Frolic, ein Hauptumsatzprodukt des Weltmarktführers
Masterfoods, wurde im Bereich ernährungsphysiologische
Qualität, dem wichtigsten Bereich der Ernährung, mit
"mangelhaft" bewertet. Dieses Futter war nur eines unter
acht, die mit der Note "mangelhaft" getestet worden
waren, weitere acht hatten die Note "befriedigend"
erhalten.
Alleinfuttermittel sollen alles beinhalten, was ein Hund
braucht, schreibt Stiftung Warentest. Sie müssen es,
sagt § 1,1 Futtermittel-VO, sonst ist es kein
Alleinfutter und darf nach § 3 Futtermittelgesetz weder
hergestellt, vertrieben, noch verfüttert werden, weil
es die Gesundheit der Tiere schädigen
würde. Befriedigendes und mangelhaftes Futter tut das.
Mit Mängeln behaftetes Futter kann kein Alleinfutter,
das ein Tier tagtäglich allein ernähren muss, sein.
Mangelhafte Alleinfutter täuschen die Verbraucher, was
nach § 7,1 Futtermittelgesetz verboten ist.
Auffallen müsste dem Leser dieses Tests, dem
Tierhalter: Falsch deklariertes Gammelfleisch
unterscheidet sich von falsch deklariertem
Hundefutter nur im Adressaten der Produkte - falsch
deklariert und ungesund ist beides.
Wenn
"Alleinfutter" einer ständigen Anpassung nach dem
jeweiligen wissenschaftlichen Stand unterliegt, kann
logischerweise das "Alleinfutter" von gestern
schon gestern kein "Alleinfutter" gewesen sein, und das
"Alleinfutter" von heute kann nicht das von morgen sein.
Infolgedessen ist der Begriff "Alleinfutter"
schon aus diesem Grund irreführend und nicht zutreffend.
Die
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät uns zu
abwechslungsreicher Ernährung, damit wir uns aufgrund
dieser Abwechslung ausgewogen und gesund ernähren
können. Deshalb gibt es für Menschen kein
"Alleinfutter". Vieles gäbe es in Bezug auf die
Nährstoffe und den menschlichen Bedarf noch zu
erforschen. Gleiches war zur Tierernährung von der
Futtermittelindustrie selbst zu erfahren.
Vielleicht wird jetzt manchem klar, warum er mit seinem
Tier so oft beim Tierarzt sitzt und dort teures
"Diätfutter" kauft und geht zu natürlicher Fütterung -
oder besser noch - zu vegetarischer Ernährung über, auch
wenn das physiologisch eigentlich nicht gehen kann und
von der Autorin der hervorragenden Bücher "Hilfe, mein
Hund ist unerziehbar" und
"Allergien beim Hund" - Frau Dr. Vera Biber -
strikt abgelehnt wird. Dennoch gibt es Gegenbeweise in
Gestalt von lebenslang in guter Verfassung alt
gewordener Hunde und sogar Katzen.
Frau Dr. Biber beschreibt Wert
und Wirksamkeit des Industriefutters so anschaulich,
dass der Tierhalter den Test von TEST gar nicht nötig
hat. Beide Bücher sind nicht nur deswegen ein Muss für
jeden Hunde- und Katzenhalter. Dr. Biber beschreibt, wie
wichtig es ist, dass der Hundehalter sich generell über
die Bedürfnisse seines Hundes Gedanken machen und diesen
mit hoher Verantwortung gerecht werden muss. Er bekommt
verdeutlicht, welch schweren Belastungen die Hunde in
der Hand der Menschen, in einer ihnen unverständlichen
Welt ausgeliefert sind. Es geht auch um Erziehung, aber
vor allem um die Schäden durch falsche Ernährung, die
vielgestaltig sind und sich eben auch darin zeigen, dass
eine Erziehung der unsichtbar im Gehirn erkrankten Hunde
völlig unmöglich ist.
Das
Büchlein "Naturnahe Ernährung für Hunde" von
Gesundheitsberaterin Birgit Frost ist ebenfalls sehr zu
empfehlen. Die Verfasserin schöpft ihr Wissen aus ihren
theoretischen Kenntnissen und ihren praktischen
Erfahrungen als Hunde- und Katzenhalterin, deren Tiere
blendend aussehen und vital und gesund sind - bis ins
hohe Alter. Wer zum Schutz der sog. Nutztiere ganz auf
vegetarische Fütterung umstellen möchte, findet in James
A. Pedens Buch
„Vegetarische Hunde-
und
Katzenernährung“
aus dem Echo-Verlag das nötige Wissen.
Für Eilige bietet der vegane Versandhandel
Nahrungsangebote nicht nur für uns Menschen, sondern
auch für unsere tierischen Familienmitglieder an.
Aufschlussreiche Artikel zum Alleinfutter
mit dem Titel
"Alleinfutter - gibt
es das?", "Dick und Dünn" und "Bröckchengesellschaft" findet
der Interessierte auf dieser Internetseite
(hier klicken),
sowie unter
www.tierschutzpartei.de und
auf anderen einschlägigen web-sites.
Auf www.transanimal-editor.de findet
er äußerst Wissenswertes über die
Futtermittelindustrie
und den
Hundefuttertest von Stiftung Warentest in TEST 9/2006.
Zum Thema der Buchtip:
Klaus Dieter Kammerer:
Der
Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin
= derzeit vergriffen, Bestellung in Form einer CD über
die genannte website möglich. Dort erfahren Sie
erstaunliches über die Verflechtungen von Industrien,
Universitäten und Hundeverbänden und die Auswirkungen
der Ernährung auf die Gesundheit der Tiere, hier am
Beispiel von HD, die der Autor als Folgeschaden falscher
Ernährung definiert und nicht als die behauptete
genetische Störung.
Das sog. "Alleinfutter"
betrifft nicht nur unsere
Heimtiere - Hunde, Katzen,
Vögel, Schildkröten, Hasen,
Meerschweinchen,
Exoten - sondern auch die
sogenannten Nutztiere (Kühe,
Schweine, Hühner), und zwar alle
weltweit. Es geht um
Milliardengeschäfte mit dem
"Alleinfutter", die anderen
nutzen außer denen, die sie
fressen müssen. Tierschutz
bedeutet nicht nur, Tiere zu
retten, sondern auch zu
verhindern, daß die Tiere krank
gefüttert und ihre Besitzer
belogen und betrogen werden.
Deshalb könnte jeder
Tierfreund und Tierschützer mit
der Verbreitung dieser
Informationen zum Schutz
wenigstens der Haustiere vor
Krankheit beitragen.
Nicht nur die
Futtermittelindustrie, sondern
auch die Politiker, die
Tierärztlichen Hochschulen, die
Wissenschaftler, die Tierärzte
und sogar Tiernutzervereine und
Tierschutzvereine ziehen
Vorteile aus der Ernährungslüge
- die einen durch Geld und
Geschenke, die anderen durch
Reputation und Macht. Das BMELV,
auf dem Papier zuständig für
Tierschutz, weigert sich deshalb
auch hier beharrlich, zum Schutz
der Tiere tätig zu werden und
bügelt die Forderungen in
gewohnter Manier mit Formbriefen
ab oder antwortet gar nicht. Das
Wort Tierschutz kennt man in
Politik und willfähriger Justiz
nicht.
Wer es also mit dem Tierschutz
und der Gesundheit der Tiere
ernst nimmt, sollte die
Konsequenzen für sein eigenes
Tier ziehen und die Lüge vom
"Alleinfutter" verbreiten,
vor allem in den
Tierheimen, denn in vielen
werden in Absprache mit dem
Deutschen Tierschutzbund die
sog. Alleinfutter angeboten. Man
empfiehlt den Tierheimkunden,
dieses Futter weiterzufüttern.
Unglaublich: Der größte deutsche
Tierschutzverein könnte im
vollen Wissen um die
Wahrheit für viele kranke Tiere
sorgen. Wir retten erst arme
Tiere und füttern sie dann
krank? Wollen das die Spender
des Deutschen
Tierschutzbundes?
Astrid Suchanek/AK |