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Warum Hitler zum Vegetarier gemacht wurde und Gandhi keiner sein darf…

Im von der Bayerischen Film- und Fernsehförderung gesponserten Film „Der Untergang“ wird uns in aller Direktheit und Grausamkeit die Perfidie eines zum Untergang verurteilten Gewaltsystem vor Augen geführt. Dieses hat auch nach 60 Jahren noch gelegentlich seine Berechtigung, die (objektive) Botschaft bleibt selbstredend aktueller, denn je.

Nachdem ich neulich bei Bekannten (zum zweiten mal) den Film sah, fiel mir dieses mal eine Sache noch unangenehmer auf, die ich früher beim ersten Betrachten „weggesteckt“ hatte.

  
Hitler wird im Gespräch als Vegetarier bezeichnet. Mindestens zweimal wird Hitler am Essentisch gezeigt, wo er vegetarische Gerichte zu sich nimmt und die Kost lobt, einmal sieht das Herumgestochere im anspruchslosen Krautteller selbst für die Kinogänger gar unappetitlich aus. Wer dazu dann noch das körperliche Wrack Hitler serviert bekam, war  im Nu davon überzeugt, dass alle Aussagen über die Friedfertigkeit vegetarisch lebender Völker, die bessere moralische und physische Gesundheit, etc. pp., nur Propaganda weltfremder, in Kommunen lebender Elemente sein können. Passend zu dem über die Medien betriebenen, der Gesellschaft oktroyierten Mainstream! 

Was sagt nun aber der international bekannte Biograph Rynn Berry dazu? Berry las Hitlerbiographien und Aussagen von Zeitzeugen (u.a. A. Speer) und recherchierte sorgfältig und umfangreich. Übrig bleibt, kurz zusammengefasst: Hitler aß nachweislich gerne diverse Fleischgerichte und Kaviar, während er vermutlich zeitweise wg. exzessiver Schweißausbrüche und Blähungen vegetarisch lebte (kennen Vegetarier i.d.R. nicht). Auch alle seine anderen Krankheiten waren typische „Fleischfresserkrankheiten“.

Im „3.Reich“ wurden alle Vegetarierorganisationen - bis auf eine, die sich anpassen musste - verboten und kein persönliches Eintreten für den Gedanken des Vegetarismus ist „führerseits“ überliefert. Und das bei den Möglichkeiten, über welche der Diktator in der schlimmsten Diktatur der deutschen Geschichte verfügte? Schon seltsam… Abgerundet aber wird das Bild durch die Imagepflege Goebbels’, der das Bild eines in Askese lebenden Führers der Nation, welcher diese in die Zukunft eines tausendjährigen Reiches zu führen gedenkt, maßgeblich erstellte: „Ganz im Sinne  der Legende, dass Hitler weder rauchte noch trank, kein Fleisch aß und keine Frauengeschichten hatte.“ Diese Vision „…sollte Hitler die Aura eines revolutionären Asketen, eines faschistischen Gandhis geben.“* Es ist bekannt, dass große geistige Führer bzw. Vordenker der Vergangenheit - keine großen Feldherren! - sich von jedweden Leidenschaften lossagten und sich so ganz auf die große geistige Aufgabe konzentrieren konnten. 

Passend hierzu fiel mir der Hollywoodschinken „Gandhi“ wieder ein, welcher in meiner kleinen „Videothek“ steht.

In diesem sehr aufwändig und professionell inszenierten Film hat Hollywood alle Register gezogen, um einen der größten Humanisten der Neuzeit angeblich zu ehren. Ehrungen solcher Personen sollten in einer Welt, in einem Alltag voller schlimmer Zustände, auf der Tagesordnung stehen. Auch diese sind nach 60 Jahren aktueller denn je.

In unserem westlichen Kulturkreis, in welchem wir unsere Staatengebilde als Inbegriff einer wahren Demokratie definieren, verbunden mit Pluralismus und Medienfreiheit, erwarten wir hier die objektive Darstellung der Ansichten und Lebensleistungen dieses beeindruckenden Menschen Gandhi. Diese sind untrennbar! Schließlich hat Hollywood in seiner Größe und Herrlichkeit den Braintrust der Welt schlechthin zur Verfügung. Sollte doch wenigstens Hollywood besser sein, als das sich ständig selbst verbrämende Deutschland.

Neben dramaturgischen und schauspielerischen Leistungen, wie sie professioneller nicht sein könnten, schält sich für mich, oberflächlich betrachtet, in „Gandhi“ als Hauptbotschaft die Gewaltlosigkeit im Handeln heraus:

- Bedingungslose Liebe zum Vaterland (den Menschen),

- unbedingte Friedfertigkeit gegenüber den Herrschenden,

- achtet die Religionen der anderen - und das Ziel (hier: die Unabhängigkeit) wird erreicht.

 Mir persönlich sagt die auf die westliche Gesellschaft oktroyierte Botschaft  u.a. folgendes: 

1) Deiner Liebe zum Vaterland steht eh’ nichts im Wege (tu, was Deine „Führer“ Dir sagen (nicht die geistigen Autoritäten, haben wir nicht  -  sondern die demokratisch gewählten)), schließlich muss man ja heutzutage nicht mehr gegen eine fremde Regierung kämpfen (ein bisschen Tibet, vielleicht gar noch das verjährte Hawaii aufrühren??..).

Deine Liebe zu den Mitmenschen kannst Du am besten unter Beweis stellen, indem Du verordnete Solidarität übst…den Gürtel halt enger schnallst und nicht zuletzt die steigenden Sicherheitsbedürfnisse (des Staates!) mit trägst.

2) Friedfertigkeit ergibt sich allein schon aus Punkt eins. Wenn ein Volk friedlich seine Ausbeuter-Kolonialregierung los wird, dann werden die paar Problemchen, welche in einer wahren Demokratie entstehen können, sich durch deren erprobte Mechanismen schon von selbst lösen.

3) Obwohl das Christentum zumindest offiziell immer noch eine Hauptkomponente (als staatsinterner - historisch unterwanderter(?) - Machtfaktor nach wie vor) in unserer verkrachten Multikultur spielt und formal staatlich hofiert wird, ist es nur eine gleichberechtigte Religion unter anderen. Historische Prägungen und kulturelle Identität sind (im Sinne von Aberglauben) reine Einbildung und damit nur hinderlich. Nur staatliche und institutionelle Gleichberechtigung schützt uns langfristig vor Gewalt und Missverständnissen.

So gibt mir der an sich (technisch) großartige Film „Gandhi“ eine konkrete Anleitung, wie ich doch noch in den Genuss der „sicheren Blümschen Rente“ kommen soll. 

Doch halt, war da nicht noch etwas anderes in der wahren Historie? Hatte ein Vordenker wie Mahatma (große Seele) Gandhi nicht einen universellen Ansatz der Gewaltlosigkeit? Stammt nicht von ihm die Aussage, dass für ihn das Leben eines Lammes genau so viel wert  sei wie das eines Menschen? Sagte nicht Gandhi, dass man nur das essen solle, was man auch unzubereitet genießen könne?

Wird im Film die Gewaltfreiheit bewusst auf das zwischenmenschliche reduziert, oder besser: auf das politisch Gewollte? Ahnen gewisse Kreise, dass in einer Welt der menschlichen und Umwelt-Zerstörung soziale und wirtschaftliche Krisenherde mit Gewaltpotential kommen werden?

Oder ist es nur besser zu verschweigen, dass Gewalt mit Fleischkonsum einhergeht, wie mittlerweile diverse empirische Studien eindeutig belegen? 

So wird das Märchen von der Überlegenheit des Menschen über die Natur, der „Krone der Schöpfung“, am Kochen gehalten. Vom wahnwitzigen Glauben, die Natur verbessern zu können! (Völlig ausgeartet finden wir dieses Denken in der Praxis der Gentechnik wieder.) Getreu der Angst: man lebt nur einmal - wird der Mensch in einem kurzen „linearen Kreislauf“ zeitlebens auf materielles Streben und Ego getrimmt. Die dahinter stehende Herrschaftsintrige heißt seit antiken Zeiten „Teile und herrsche!“

Arbeitende gegen Sozialschmarotzer (oder wen sie dafür halten sollen), Antifas gegen Rechte (oder wer hierzu bestimmt wird), taz-Leser gegen BILD-Zeitungsleser … Und alle zusammen gegen die Schöpfung, wieder vereint in der Zerstörung der eigenen Existenzgrundlage - nach mir die Sintflut!

Und damit dieses auch ja so bleibt, ist im Film eben kein Platz für die Aussagen, dass Gandhi als ethisch gebildeter Vegetarier lebte, als gläubiger (nicht praktizierender) Hindu durchaus auch hier einen universell-religiösen Ansatz hatte und von der Wiedergeburt überzeugt war.

Und weil die Bibel in ihrer zeitgenössischen Interpretation lt. Verständnis vieler (Schein-) Gläubiger die Unterwerfung der Natur verlangt, ist es auch kein Thema, das er die Vivisektion als „das schwärzeste von allen schwarzen Verbrechen“ bezeichnete… 

Was bleibt übrig vom wahren Mahatma Gandhi? Ein Film auf dem geistigen Niveau einer romantischen Ballade der Rosemunde Pilcher. Wunderschön anzusehen und sehr unterhaltsam, mehr aber nicht. 

Im Klassiker „Psychologie der Massen“** beschreibt der Autor die Notwendigkeit der Bildhaftigkeit für eine gezielte Manipulation der Massen. Ferner heißt es: „Überzeugung und Glaube der Massen verbreiten sich nur durch den Vorgang der Übertragung, niemals mit Hilfe von Vernunftgründen.“ Welches Medium eignet sich heute besser für eine solche Übertragung? Früher waren es die Wirtshäuser, heute sind es die Kinosäle, resp. TV.

So erklärt sich nicht zuletzt Hollywood als Meinungsimperium. (Diejenigen, die auch Hollywood beherrschen, drohten einem Mel Gibson schon vor Drehbeginn von „Passion Christie“ einen Vertriebsboykott an, nur weil dieser sich authentisch an die Vorlage der Bibel halten wollte.) 

In Zeiten von Globalisierung und Gentechnik, wo eine Jahrmillionen alte Schöpfung nur aufgrund ihres Vorhandenseins von den Mächtigen dieser Erde patentierbar wird wäre es mehr als nur verwunderlich, wenn die Oligarchen dieses Planeten meinungsbildende Imperien wie Hollywood & Co. nicht fest an der Leine hätten. Besser noch, wir müssen solche Institutionen als integralen Bestandteil der Volksverdummung und -lenkung im sich deutlich abzeichnenden Überwachungsstaat erkennen. 

Im Film „Der Untergang“, welcher die verbrecherische Sinnlosigkeit von Kriegen zumindest dramaturgisch hervorragend umsetzt, werden durch o.g. bewusste Geschichtsfälschungen ethische Normen mit den Füßen getreten. 

Im sehr beeindruckenden und hochprofessionell inszenierten Film „Gandhi“ hat Hollywood alle Register gezogen, um einen der größten Humanisten der Neuzeit zu vermarkten und gleichzeitig die Masse in Räson zu halten.  

Tolstoi unterschied dereinst zwischen schwarzen und grauen Lügen. Während das Ändern von Tatsachen für ihn schwarz war, so war deren Weglassen grau. So repräsentieren hier der bundesdeutsche Film und Hollywood Arm in Arm das ganze „Farbspektrum“, welches mit Sicherheit keinen Zukunftsanspruch hat.

Aber es liegt ja an uns selbst, ob wir unsere eigene Verdummung bezahlen.*** 

Verfasser: Gunther Hagemeister/AK

* Essay von Rynn Berry: „Warum Hitler kein Vegetarier war“. Sehr empfehlenswert zu lesen und für Detailinteressierte (und Misstrauische…) gut zur eigenen Nachrecherche geeignet.

**Gustave Le Bon: „Psychologie der Massen“ ein kleines Büchlein - über 100 Jahre alt, anerkannt als Klassiker in der Branche, hochinteressant für jeden der wissen will, wie die Völker verdummt werden, oder besser: sich verdummen lassen.

***Im Sinne der Aufklärung: MATRIX3000 – ein hervorragend geführtes Magazin, welches seriös unterschlagene Themen und grenzwissenschaftliche Bereiche abhandelt.