| Hitler wird im Gespräch als Vegetarier bezeichnet.
Mindestens zweimal wird Hitler am Essentisch gezeigt, wo
er vegetarische Gerichte zu sich nimmt und die Kost
lobt, einmal sieht das Herumgestochere im anspruchslosen
Krautteller selbst für die Kinogänger gar unappetitlich
aus. Wer dazu dann noch das körperliche Wrack
Hitler serviert bekam, war im Nu davon
überzeugt, dass alle Aussagen über die Friedfertigkeit
vegetarisch lebender Völker, die bessere moralische und
physische Gesundheit, etc. pp., nur Propaganda
weltfremder, in Kommunen lebender Elemente sein können.
Passend zu dem über die Medien betriebenen, der
Gesellschaft oktroyierten Mainstream!
Was sagt nun aber der international bekannte Biograph Rynn Berry dazu? Berry las
Hitlerbiographien und Aussagen von Zeitzeugen (u.a. A. Speer) und recherchierte
sorgfältig und umfangreich. Übrig bleibt, kurz zusammengefasst: Hitler aß
nachweislich gerne diverse Fleischgerichte und Kaviar, während er vermutlich
zeitweise wg. exzessiver Schweißausbrüche und Blähungen vegetarisch lebte
(kennen Vegetarier i.d.R. nicht). Auch alle seine anderen Krankheiten waren
typische „Fleischfresserkrankheiten“.
Im „3.Reich“ wurden alle Vegetarierorganisationen - bis auf eine, die sich
anpassen musste - verboten und kein persönliches Eintreten für den Gedanken des
Vegetarismus ist „führerseits“ überliefert. Und das bei den
Möglichkeiten, über welche der Diktator in der schlimmsten Diktatur der
deutschen Geschichte verfügte? Schon seltsam… Abgerundet aber wird das Bild
durch die Imagepflege Goebbels’, der das Bild eines in Askese lebenden Führers
der Nation, welcher diese in die Zukunft eines tausendjährigen Reiches zu führen
gedenkt, maßgeblich erstellte: „Ganz im Sinne der Legende, dass Hitler
weder rauchte noch trank, kein Fleisch aß und keine Frauengeschichten hatte.“
Diese Vision „…sollte Hitler die Aura eines revolutionären Asketen, eines
faschistischen Gandhis geben.“* Es ist bekannt, dass große geistige Führer bzw.
Vordenker der Vergangenheit - keine großen Feldherren! - sich von jedweden
Leidenschaften lossagten und sich so ganz auf die große geistige Aufgabe
konzentrieren konnten.
Passend hierzu fiel mir der Hollywoodschinken „Gandhi“ wieder ein, welcher in
meiner kleinen „Videothek“ steht.
In diesem sehr aufwändig und professionell inszenierten Film hat Hollywood alle
Register gezogen, um einen der größten Humanisten der Neuzeit angeblich zu
ehren. Ehrungen solcher Personen sollten in einer Welt, in einem Alltag voller
schlimmer Zustände, auf der Tagesordnung stehen. Auch diese sind nach 60 Jahren
aktueller denn je.
In unserem westlichen Kulturkreis, in welchem wir unsere Staatengebilde als
Inbegriff einer wahren Demokratie definieren, verbunden mit Pluralismus und
Medienfreiheit, erwarten wir hier die objektive Darstellung der Ansichten und
Lebensleistungen dieses beeindruckenden Menschen Gandhi. Diese sind untrennbar!
Schließlich hat Hollywood in seiner Größe und Herrlichkeit den Braintrust der
Welt schlechthin zur Verfügung. Sollte doch wenigstens Hollywood besser sein,
als das sich ständig selbst verbrämende Deutschland.
Neben dramaturgischen und schauspielerischen Leistungen, wie sie professioneller
nicht sein könnten, schält sich für mich, oberflächlich betrachtet, in „Gandhi“
als Hauptbotschaft die Gewaltlosigkeit im Handeln heraus:
- Bedingungslose Liebe zum Vaterland (den Menschen),
- unbedingte Friedfertigkeit gegenüber den Herrschenden,
- achtet die Religionen der anderen - und das Ziel (hier: die Unabhängigkeit)
wird erreicht.
Mir persönlich sagt die auf die westliche Gesellschaft oktroyierte Botschaft
u.a. folgendes:
1) Deiner Liebe zum Vaterland steht eh’ nichts im Wege (tu, was Deine „Führer“
Dir sagen (nicht die geistigen Autoritäten, haben wir nicht - sondern die
demokratisch gewählten)), schließlich muss man ja heutzutage nicht mehr
gegen eine fremde Regierung kämpfen (ein bisschen Tibet, vielleicht gar noch das
verjährte Hawaii aufrühren??..).
Deine Liebe zu den Mitmenschen kannst Du am besten unter Beweis stellen, indem
Du verordnete Solidarität übst…den Gürtel halt enger schnallst und nicht
zuletzt die steigenden Sicherheitsbedürfnisse (des Staates!) mit trägst.
2) Friedfertigkeit ergibt sich allein schon aus Punkt eins. Wenn ein Volk
friedlich seine Ausbeuter-Kolonialregierung los wird, dann werden die paar
Problemchen, welche in einer wahren Demokratie entstehen können, sich durch
deren erprobte Mechanismen schon von selbst lösen.
3) Obwohl das Christentum zumindest offiziell immer noch eine Hauptkomponente
(als staatsinterner - historisch unterwanderter(?) - Machtfaktor nach wie
vor) in unserer verkrachten Multikultur spielt und formal staatlich hofiert
wird, ist es nur eine gleichberechtigte Religion unter anderen. Historische
Prägungen und kulturelle Identität sind (im Sinne von Aberglauben) reine
Einbildung und damit nur hinderlich. Nur staatliche und institutionelle
Gleichberechtigung schützt uns langfristig vor Gewalt und Missverständnissen.
So gibt mir der an sich (technisch) großartige Film „Gandhi“ eine konkrete
Anleitung, wie ich doch noch in den Genuss der „sicheren Blümschen Rente“ kommen
soll.
Doch halt, war da nicht noch etwas anderes in der wahren Historie? Hatte ein
Vordenker wie Mahatma (große Seele) Gandhi nicht einen
universellen Ansatz der Gewaltlosigkeit? Stammt nicht von ihm die Aussage,
dass für ihn das Leben eines Lammes genau so viel wert sei wie das eines
Menschen? Sagte nicht Gandhi, dass man nur das essen solle, was man auch
unzubereitet genießen könne?
Wird im Film die Gewaltfreiheit bewusst auf das zwischenmenschliche reduziert,
oder besser: auf das politisch Gewollte? Ahnen gewisse Kreise, dass in einer
Welt der menschlichen und Umwelt-Zerstörung soziale und wirtschaftliche
Krisenherde mit Gewaltpotential kommen werden?
Oder ist es nur besser zu verschweigen, dass Gewalt mit Fleischkonsum
einhergeht, wie mittlerweile diverse empirische Studien eindeutig belegen?
So wird das Märchen von der Überlegenheit des Menschen über die Natur, der
„Krone der Schöpfung“, am Kochen gehalten. Vom wahnwitzigen Glauben, die
Natur verbessern zu können! (Völlig ausgeartet finden wir dieses Denken in
der Praxis der Gentechnik wieder.) Getreu der Angst: man lebt nur einmal - wird
der Mensch in einem kurzen „linearen Kreislauf“ zeitlebens auf materielles
Streben und Ego getrimmt. Die dahinter stehende Herrschaftsintrige heißt seit
antiken Zeiten „Teile und herrsche!“
Arbeitende gegen Sozialschmarotzer (oder wen sie dafür halten
sollen), Antifas gegen Rechte (oder wer hierzu bestimmt wird),
taz-Leser gegen BILD-Zeitungsleser … Und alle zusammen gegen die Schöpfung,
wieder vereint in der Zerstörung der eigenen Existenzgrundlage - nach mir
die Sintflut!
Und damit dieses auch ja so bleibt, ist im Film eben kein Platz für die
Aussagen, dass Gandhi als ethisch gebildeter Vegetarier lebte, als gläubiger
(nicht praktizierender) Hindu durchaus auch hier einen
universell-religiösen Ansatz hatte und von der Wiedergeburt überzeugt war.
Und weil die Bibel in ihrer zeitgenössischen Interpretation lt. Verständnis
vieler (Schein-) Gläubiger die Unterwerfung der Natur verlangt, ist es auch kein
Thema, das er die Vivisektion als „das schwärzeste von allen schwarzen
Verbrechen“ bezeichnete…
Was bleibt übrig vom wahren Mahatma Gandhi? Ein Film auf dem geistigen Niveau
einer romantischen Ballade der Rosemunde Pilcher. Wunderschön anzusehen und sehr
unterhaltsam, mehr aber nicht.
Im Klassiker „Psychologie der Massen“** beschreibt der Autor die Notwendigkeit
der Bildhaftigkeit für eine gezielte Manipulation der Massen. Ferner
heißt es: „Überzeugung und Glaube der Massen verbreiten sich nur durch den
Vorgang der Übertragung, niemals mit Hilfe von Vernunftgründen.“ Welches Medium
eignet sich heute besser für eine solche Übertragung? Früher waren es die
Wirtshäuser, heute sind es die Kinosäle, resp. TV.
So erklärt sich nicht zuletzt Hollywood als Meinungsimperium. (Diejenigen, die
auch Hollywood beherrschen, drohten einem Mel Gibson schon vor Drehbeginn von
„Passion Christie“ einen Vertriebsboykott an, nur weil dieser sich authentisch
an die Vorlage der Bibel halten wollte.)
In Zeiten von Globalisierung und Gentechnik, wo eine Jahrmillionen alte
Schöpfung nur aufgrund ihres Vorhandenseins von den Mächtigen dieser Erde
patentierbar wird wäre es mehr als nur verwunderlich, wenn die Oligarchen dieses
Planeten meinungsbildende Imperien wie Hollywood & Co. nicht fest an der Leine
hätten. Besser noch, wir müssen solche Institutionen als integralen Bestandteil
der Volksverdummung und -lenkung im sich deutlich abzeichnenden
Überwachungsstaat erkennen.
Im Film „Der Untergang“, welcher die verbrecherische Sinnlosigkeit von Kriegen
zumindest dramaturgisch hervorragend umsetzt, werden durch o.g. bewusste
Geschichtsfälschungen ethische Normen mit den Füßen getreten.
Im sehr beeindruckenden und hochprofessionell inszenierten Film „Gandhi“ hat
Hollywood alle Register gezogen, um einen der größten Humanisten der Neuzeit zu
vermarkten und gleichzeitig die Masse in Räson zu halten.
Tolstoi unterschied dereinst zwischen schwarzen und grauen Lügen. Während das
Ändern von Tatsachen für ihn schwarz war, so war deren Weglassen grau. So
repräsentieren hier der bundesdeutsche Film und Hollywood Arm in Arm das ganze
„Farbspektrum“, welches mit Sicherheit keinen Zukunftsanspruch hat.
Aber es liegt ja an uns selbst, ob wir unsere eigene Verdummung bezahlen.***
Verfasser: Gunther Hagemeister/AK
* Essay von Rynn Berry: „Warum Hitler kein
Vegetarier war“. Sehr empfehlenswert zu lesen und für Detailinteressierte (und
Misstrauische…) gut zur eigenen Nachrecherche geeignet.
**Gustave Le Bon: „Psychologie der Massen“ ein
kleines Büchlein - über 100 Jahre alt, anerkannt als Klassiker in der Branche,
hochinteressant für jeden der wissen will, wie die Völker verdummt werden, oder
besser: sich verdummen lassen.
***Im Sinne der Aufklärung: MATRIX3000 – ein
hervorragend geführtes Magazin, welches seriös unterschlagene Themen und
grenzwissenschaftliche Bereiche abhandelt.
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