Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.                                                                             gegründet: 1991    

      

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Käfigfrei-Kampagne!
 
Unter der Federführung der "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt" haben sich verschiedene Tierschutzorganisationen in einem Bündnis vereint, um gegen den Vertrieb und die Verwendung von Käfigeiern im Handel zu agieren. Unser  "Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V." ist auch dabei. 
 Als Erfolg ist zu verzeichnen, dass Lebensmittelkonzerne und Discounter vielfach bereits Käfigeier ausgelistet haben, nicht mehr in ihren Geschäften führen. 
Weiterhin soll nun erreicht werden, dass auch z.B. auch Süßwarenhersteller bei ihrer Produktion auf die Verwendung von Käfigeiern verzichten.
 
Aktuell wird Ferrero ( Ferrero-Küßchen, Mon Cheri etc.) mit unserem Anliegen konfrontiert. Helfen auch Sie mit, bei unserer Käfigfrei-Kampagne, entsprechend Protest einzulegen!
Unter
 
können auch Sie aktiv werden: Vorstehenden Link anklicken und die Protestnote unterzeichnen. Die Möglichkeit einen Kurzkommentar zu dem Verhalten von Ferrero abzugeben, ist auch gegeben!
Danke für´s Mitmachen sagt
Ihr
Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.

 

 

Ferrero MSC GmbH & Co. KG

- Geschäftsleitung -

Frankfurt am Main

per Fax: 069 - 665 666 911 / 6805 288 / 6805 2727

 

Verwendung von Käfigeiern bei Ferrero

  

Sehr geehrter Herr Dr. Kendziur,

sehr geehrter Herr Quante,

sehr geehrter Herr Vassallo,

sehr geehrte Damen und Herren der Ferrero-Geschäftsleitung,

gestatten Sie dieses Schreiben, diese Anfrage, Ihnen - der zeitgemäß schnellen Übermittlung wegen - per Fax/Mail zugehen zu lassen:

Produkte mit Bestandteilen die aus Tierqualhaltungen stammen, werden, so es den Käufern bewusst wird, von diesen explizit abgelehnt. Das wissen Sie - dies belegen deutlich auch Umfragen.

Käfighühner vegetieren in abartigen, quälerischen KZ-Drahtkäfigen dahin – zur „Legemaschine“ degradiert. Die Ständer (Beine) verkrüppelt mit langverwachsenen Krallen, der Schnabel manchmal gar gekürzt (halb abgeschnitten, angebrannt), um Kannibalismus zu verhindern, der bleiche Hühnerkörper vielfach kahl, halbnackt und oft von blutenden Wunden übersät.

Nicht umsonst ist nach hochrichterlicher Entscheidung (OLG Düsseldorf RdL 1977, 42f.) bei einer solchen Haltungsform in Engstkäfigen die Titulierung „Hühner-KZ“ zulässig. Erzeugnisse mit Bestandteilen aus solcher Tierqual bewirken bei vielen Menschen schlicht Abscheu und Ekelgefühle.

Das Lebensmittelrecht stellt bei der Beurteilung von Nahrungs- und Genußmitteln nicht nur Voraussetzungen auf, die chemisch messbar sind. So vertritt die Rechtssprechung sogar den Grundsatz, dass Produkte als nicht einwandfrei im Sinne des Lebensmittelrechts angesehen werden können, wenn sie zwar nicht genußuntauglich, oder nicht gesundheitsschädlich sind, aber beim Konsumenten, der ihren Zustand oder die Art der Entstehung kennt, starken Widerwillen oder Ekel erregen. ( BGH v. 06.04.54 - 1 StR 627/53 u.a.)

Beispielsweise mag so amtlich beschautes Hunde- oder Katzenfutter von der meßbaren Beschaffenheit gar von „erstklassiger Qualität“ sein - es wird aber dennoch vom Menschen kaum mit Genuß verzehrt werden.-

Nicht nur durch die Preisgestaltung suggeriert Ferrero den Kunden hochwertigste Qualitätsprodukte anzubieten. Sie sollten diesem Anspruch dann aber auch in der Praxis gerecht werden. Gewißlich sind Ihrem Konzern die Untersuchungsergebnisse von Wiener Ernährungswissenschaftlern bekannt, demnach Eier von freilaufenden Hühnern mehr Vitamin A, E und Carotinoide enthalten, als die von Käfigtieren.

Mit der Verwendung von Eiern aus Käfig-Tierqualhaltung in den hochpreisigen Ferrero-Produkten betreiben Sie eine massive, folgenschwere Negativwerbung, die kaum noch zu überbieten ist. Sie gefährden so ihre Glaubwürdigkeit: Die Verarbeitung von Käfigeiern steht Ihrem Qualitäts- und Markenanspruch absolut konträr entgegen.

Immer mehr Backwaren- und Süßwarenhersteller, sowie Supermarktketten verzichten auf Käfigeier.

Steigen auch Sie um, verwenden auch Sie künftig ausschließlich Eier aus alternativen Haltungssystemen.

Wir erwarten so - gerade in Bezug auf Ihren nach außen stets vollmundig präsentierten Qualitätsanspruch und um Ihre Geschäftsinteressen zu wahren - dass Sie sich dieser Entwicklung anschließen.

In Erwartung einer konkreten Antwortgebung zu dem von uns konkret angesprochenen Problem - und in welchem Zeitrahmen Sie ggf. eine entsprechende Umstellung vornehmen wollen - verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Ulrich Dittmann / 23.01.2010
Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.