Arbeitskreis humaner

 

                    Tierschutz e.V.   (gegr.1991)

 
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Profilierungsgehabe, Konkurrenzdenken, rassistisches Gezeter, zu versuchen, andere aus religiösen, politischen oder weltanschaulichen Gründen auszugrenzen, torpediert auf schlicht boshafte Weise das Bemühen, mehr für unsere tierischen Mitgeschöpfe zu erreichen.

Niemand trägt allein den Stein der Weisen in der Tasche - Maßstab für ernsthaftes Tierschutzengagement kann und darf allein Wort und Handeln sein!

Dies auch gerichtet an die Adressen mancher großer Tierschutz-Organisationen, die verängstigt und in ständiger Sorge, Mitglieder und Förderer zu verlieren, sich nach allen Seiten verneigen - vergessend, dass sie dabei zwangsläufig auch überall mit dem Hintern anstoßen.

Viel gedeihliche Gedanken beim Lesen der nachstehenden kleinen Geschichte vom Huhn "Michi", wünscht Ihnen ganz herzlich das Team des "Arbeitskreises"!

 

Mit Tierbefreiern unterwegs - oder die Geschichte von “Michi” dem Käfighuhn

“Michi”, ein naiv-liebenswertes Hühnchen, war dazu verdammt, unter barbarischen Lebensumständen, zusammen mit vielen anderen Leidensgenossen in einem kleinen Drahtkäfig vegetierend, Eier zu legen. Nutzen davon hatte nur der Legebatterie-Halter und ein Konglomerat übelster Tiernutzer-Mischpoke mit ihren willigen Apparatschiks – residierend in Elfenbeintürmen der Politik und ehrenwerten Gesellschaftskreisen.

Doch nun dräute einem dieser Ausbeuter Ungemach. Durch die wabernden Ammoniakdünste der Tier-KZ-Halle schlichen einige Gestalten. Es waren Tierrechtler, quasi von Natur aus die Besten aller Tierschützer – sie wollten Huhn Michi die Freiheit bringen!
In Michi keimte Hoffnung auf – konnte sie endlich ihrem Kerker entrinnen?
Doch gemach. Nach eingeimpftem Denkmuster galt es vorher zwingend abzugleichen, ob die Eindringlinge auch politisch-gesellschaftlich korrektes Bewusstsein verkörperten – oder zumindest achtbaren anerkannten Großsekten, wie beispielsweise den Amtskirchen, zugehörig waren, um mit ihnen überhaupt kontaktieren zu dürfen!

Wer waren diese Lichtgestalten in dunkler Kleidung; woher kamen sie, welcher Gesinnung mochten sie zuzuordnen sein? Durfte sie sich von ihnen befreien lassen?
So fragte sie sich bangen Herzens: Waren es gute Linke, oder üble “Kommunisten“, wertebewusst-konservative Rechte, die bekanntermaßen in der Öffentlichkeit durchgehend zu bösen “Rechtsextremisten” mutieren – oder kamen sie gar von einer freien Glaubensgemeinschaft der Urchristen, die sich im Sinne Jesu Nächstenliebe, Mitgeschöpflichkeit und Tierschutz auf die Fahnen geschrieben hatten? Letztere werden von würdigen amtskirchlichen Talarträgern – man wird an frühere Hexenverfolgungen erinnert – konkurrenzneidisch und hasserfüllt als zu meidende “Sekten” stigmatisiert.

Betreten, abgewandten Blickes auf den kotbedeckten Boden, musste einer der befragten Tierbefreier zugeben, bedauerlicherweise nicht den reputierlichen „Möchte-gern-Gutsein“-Gruppierungen mit zweifellos hehrem Gedankengut und selbstaufgesetztem Heiligenschein zugehörig zu sein. Michi schwankte : Musste sie nun, auf devotes Obrigkeitsdenken dressiert, vorgegebene Meinungsmache als vom Himmel gefallene schiere Wahrheit akzeptieren – und im Ideologienkäfig gefangen, ausgenutzt, traurig, aber von stolzem Bewusstsein durchdrungen, “politisch korrekt” zu handeln, dem inakzeptablen Befreier die Tür weisen?
Wir wissen nicht, wie sich Michi entschieden hat. Doch groß ist heute die Gefahr, ohne Anwendung des gesunden Verstandes im Würgegriff von Gesinnungszwang, Dummgläubigkeit und grotesker Duldungsstarre zu verröcheln.

Zu hoffen bleibt, dass das arme Huhn gescheiter reagiert hat – gescheiter als viele Menschen mit pathogenen Berührungsängsten. Sonst sitzt es immer noch stolz aber unglücklich im Käfig und wartet auf bessere Zeiten, die aber nicht kommen werden, wenn berechtigtes Glücksverlangen mit beängstigend wenig Klugheit einhergeht.
Soweit die kleine Geschichte von “Michi” dem Käfighuhn.-
Es gilt im Sinne der Sache gemeinsam gegen eine übermächtige Tierausbeuterclique vorzugehen. Mit einer kleinen edlen Elite von auserwählten Tierrechtlern allein wird dieser Kampf gegen all das gigantische Tierelend nicht zu gewinnen sein.

Nur dem eigenen Ego dienendes Profilierungsgehabe, Konkurrenzdenken, rassistisches Gezeter, Herumnörgeln, zu versuchen andere aus religiösen, politischen oder weltanschaulichen Gründen auszugrenzen (verwiesen wird auf Art.3 GG!), torpediert auf schlicht boshafte Weise das Bemühen, mehr für unsere tierischen Mitgeschöpfe zu erreichen.
Niemand trägt allein den Stein der Weisen in der Tasche. Maßstab für ernsthaftes Tierschutzengagement kann und darf allein Wort und Handeln sein.
Dies auch gerichtet an die Adressen mancher großer Tierschutz-Organisationen, die verängstigt und in ständiger Sorge, Mitglieder und Förderer zu verlieren, sich nach allen Seiten verneigen – vergessend, dass sie dabei zwangsläufig auch überall mit dem Hintern anstossen.
Tierschützer – im rechten Sinne des Wortes – müssen versuchen Tiere zu schützen, ihre Rechte gegen jedermann verteidigen – Prioritäten setzen und den Tierschutz nicht immer und überall den eigenen politischen od. religiösen Ansichten und persönlichen Interessen und Empfindlichkeiten unterordnen. Sonst haben sie die Bezeichnungen Tierschützer/Tierrechtler verwirkt.

Ulrich Dittmann

 

 

Wir leben nicht mehr in Zeiten der Hexenverfolgung

Ein Schreiben von Barbara Rütting vom 28. 03.2007

Liebe Freundinnen und Freunde der Tiere,

in Frankreich schaffen es die Tierfreunde, alle gemeinsam gegen Tierquälerei zu demonstrieren – wir hier in Deutschland vergeuden unsere Energien immer wieder in absurden Grabenkämpfen.

So wurde mir berichtet, bei einem Treffen verschiedener Gruppen anlässlich der Planung für die Veranstaltung am 24. April gegen Tierversuche, zu der ich als Sprecherin eingeladen bin, habe es geradezu tumultartige Szenen gegeben, weil ich bei Veranstaltungen des Universellen Lebens nach dem Abschuss des Bären Bruno sowohl in Schliersee wie auch in München an den Demos teilgenommen und auch gesprochen habe – ebenso wie Dr. Helmut Kaplan und Dr. Edmund Haferbeck von PETA.
Angeblich wurde sogar beantragt, mich von der Rednerliste zu streichen.

Sollte das zutreffen, kann man nur den Kopf schütteln – weiterer Kommentare enthalte ich mich und beschränke mich auf einige sachliche Anmerkungen.

Bekanntlich haben wir in Deutschland Religionsfreiheit, niemand darf wegen seiner Religion verfolgt oder stigmatisiert werden. Ich selbst gehöre gar keiner Religionsgemeinschaft an, werde mich aber jeder Zeit dafür einsetzen, dass Minderheiten nicht nur geduldet, sondern respektiert werden, so auch das UL.

Gerade über diese Gemeinschaft wird immer wieder haarsträubender Unsinn verbreitet,
und immer wieder von Menschen, die sich einfach nicht informieren ( wollen) und irgendwelche Gerüchte nachbeten.

Ich habe mir eine ganze Reihe von Beschlüssen unter anderem des Bayerischen Verwaltungsgerichts, des Landgerichts Hamburg etc. kommen lassen, die alle gegen das UL vorgebrachten Anschuldigungen widerlegen und untersagen und übereinstimmend bestätigen, dass es sich „ bei der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben um eine gesetzes- und verfassungstreue Religionsgemeinschaft handelt.“

Die Schule des UL wurde übrigens bereits vor über 10 Jahren vom Bayerischen Kultusministerium staatlich genehmigt und im vergangenen Jahr auch staatlich anerkannt. Das bedeutet, dass die Schule selbst Prüfungen abnehmen darf, ohne sich an eine staatliche Schule anhängen zu müssen. Die Anerkennung einer privaten Weltanschauungsschule erfolgt durch das Kultusministerium nur in Fällen, in denen jahrelang beobachtet und geprüft wurde, wie sich die Schule verhält. Die Schule wird übrigens auch von Kindern aus der Umgebung besucht.
Offiziell anerkannt bei den gesetzlichen Krankenkassen und Privatversicherungen ist zudem die HG Naturklinik, die ebenfalls zum Universellen Leben gezählt wird.

Liebe Freunde, wir leben nicht mehr in Zeiten der Hexenverfolgung. Die ständigen Zweifler sollten sich vielleicht mal die Schule ansehen und ebenso den einfach großartigen Gnadenhof. Und dann sollten wir uns endlich alle gemeinsam für das Wohl der Tiere einsetzen.

So werde ich auch am Samstag, 31. März an der vom UL organisierten Demonstration für eine Natur ohne Jagd teilnehmen, gemeinsam mit dem Tierrechtsphilosophen Dr. Helmut F. Kaplan und dem Münchner Anwalt Bernhard Fricke von „ David gegen Goliath“ und hoffe, Euch alle dort zu treffen

Viel Glück Mensch und Tier

Eure Barbara Rütting