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Herrn
Bischof Dr. Friedhelm Hofmann
Kardinal-Döpfner Platz 4
97070 Würzburg
den, 13.4.2010
Missbrauch von Kindern und die Bitte um Vergebung
Sehr
geehrter Herr Bischof Dr. Hofmann!
Bis die Kirche einmal Fehler einräumt und dafür schmerzlich
um Vergebung bittet, können Jahrzehnte oder Jahrhunderte
vergehen. Doch das wäre weiter nicht tragisch, wären die
Irrtümer nicht mit allerhand Leid verbunden.
Der skandalöse Umgang in der Vergangenheit mit pädophilen
Seelsorgern und die vergessene Opferseelsorge stellen
nur einen Bereich solcher Verfehlungen dar. Leider. So
wird sich die Kirche eines Tages wieder die Augen öffnen
lassen und um Vergebung bitten müssen. Das besondere
daran wird dann sein, dass es sich auch wieder um
Missbrauchsfälle handeln wird – Missbrauchsfälle von
Ihnen sogar abgesegnet!
Ja, wir sprechen an dieser Stelle von Tieren, vom
Tiermissbrauch durch Jägerinnen und Jäger und den
beschämenden Hubertusmessen.
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: So sehr das Schlagen oder
Vergewaltigen den Kindern auf ihrem Lebensweg schadet,
so sehr schadet das zur Strecke bringen, Erschlagen und
Abstechen von Tieren einem positiven, von
Verantwortungsbewusstsein geprägten
Mensch-Tier-Verhältnis! Übrigens: Auch sexuelle Belange
spielen nach Dr. Parin, Psychologe, Autor und selbst
Jäger, in der Jägerei eine Rolle: „Jagd eröffnet
einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für
sexuelle Lust, wann und wo immer gejagt wird.“
Wie
sagte Papst Bendedikt XVI. in seiner Osteransprache so
schön: „... in der Gemeinschaft mit Jesus Christus
Menschen des Friedens zu sein, der Gewalt
entgegenzustehen und der größeren Macht der Liebe zu
vertrauen.“ Lassen Sie den Worten Taten folgen.
Helfen Sie mit, dass die Hubertusmessen endlich der
Vergangenheit angehören!
Vielleicht sehen Sie sich, in Anbetracht Ihrer
misslichen Lage, doch noch veranlasst auf unser
Schreiben aus dem Jahre 2005 (s. Internet: http://www.arbeitskreis-tierschutz.de/Kirche/Hubertusmesse.htm) mit einer
positiven Antwort zu reagieren. Wir würden uns freuen!
Mit
freundlichen Grüßen
Roland
Dunkel
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