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Was interessiert die
Politikerkaste, warm und abgesichert im Bundestag
thronend, ihr ätzendes Geschwätz von gestern, oder ihr
Versagen von heute? Man setzt eben je nach Bedarf ein
optimistisches Grinsen oder eine vergrämte
Betroffenheitsmiene auf - und verdummt ohne
Unrechtsbewusstsein das Volk ungerührt weiter mit
geistiger Umweltverschmutzung nach dem Motto “ …wir
haben alles im Griff - und die Erde ist eine Scheibe“.
Jetzt vor den Wahlen
muss Resümee gezogen werden, was sie denn BEWIRKT haben,
unsere lieben Politiker, in den letzten Jahren.-
Und das Ergebnis
fällt verheerend aus, nicht nur im sozialen Bereich und
der Innen- und Außenpolitik, sondern vor allem auch auf
allen Ebenen des Tierschutzes. Die Tierversuchszahlen
sind gestiegen, Massentierstallungen schießen trotz
verzweifelter Anstrengungen der Umwelt-, Natur- und
Tierschützer wie Pilze aus dem Boden, Besatzdichten
werden erhöht und die Tiere immer mehr
zusammengepfercht. Die Regierung kippte das
„Hennen-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichtes, versucht
über die Hintertür, dem Kind einen neuen Namen gebend,
augenwischend übelste Hühner-KZ-Haltung als
„Volierenhaltung“ im Handel zu etablieren. Man
praktiziert Volksverdummung pur. In der Sache
„Schächten“ gleichermaßen Versagen. Die Umsetzung des im
Sommer 2007 mit gewaltiger Mehrheit von der Länderkammer
eingebrachten Bundesratsbeschlusses, durch eine moderate
Gesetzesänderung die Qualen der betäubungslos
abgemetzelten Schächttiere etwas zu mindern, wurde von
unseren Bundespolitikern mit vorgeschobenen nebulösen
Ausflüchten schlicht boykottiert. Der hiermit
beauftragte Ausschuss für “Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz“ praktizierte blanke
Arbeitsverweigerung - denn jüdische Vertretungen
husteten, und unsere Bundespolitiker lagen prompt mit
Lungenentzündung darnieder und vertagten verängstigt
weitere Entscheidungsfindungen in dieser Sache auf den
St. Nimmerleinstag.
Wir sind der
Willkürherrschaft fremdbestimmter, rückgratloser
Politiker ausgesetzt, die gut dressiert am Nasenring der
Lobbyisten und Interessenvertreter verschiedenster
Couleur geführt werden. Fatal, wenn wir
„gewohnheitsmäßig“ immer wieder CDU/CSU, SPD, LINKE, FDP
oder GRÜNE wählen. Denn dann müssen diese doch
zwangsläufig glauben, sie hätten alles richtig gemacht.
Warum sollten CDU/CSU und Co. dann ihre bisherige
Politik ändern? Versagen darf nicht noch durch
Wählerstimmen belohnt werden! Dann unterstützt man
besser mit einer Protestwahl das jeweilige Engagement
der kleinen Parteien!
Aufstehn! Wir sind
das Volk! Mit der Bildzeitung in der Hand nur tüchtig am
Stammtisch schimpfen, nutzt wenig. Zeigen wir unseren
lieben, auf Volkes Kosten abgehoben und bräsig im
Elfenbeinturm residierenden „Volksvertretern" der
etablierten Parteien bei den Wahlen doch endlich einmal
die rote Karte! Wählen wir nicht - wie von einem
genetischen Zwang besessen - beständig die sogenannten
“Volksparteien“, die dem Volk doch nur beständig in den
Hintern treten. Holen wir sie herunter von ihrem Thron
auf dem sie abgehoben - manchmal fast betrunken von
ihrer eigenen Wichtigkeit und Selbstherrlichkeit -
residieren.
In allen Parteien
gibt es natürlich Einzelpersonen die sich engagiert im
Sinne der Bürger einsetzen. Dies sollte im jeweiligen
Wahlkreis, auf Landeslisten, natürlich vom Wähler auch
individuell gewürdigt werden. Doch bei den etablierten
Parteien und Fraktionen in ihrer Gesamtheit sieht es
finster aus. Die Grünen können für sich im Bereich des
Tierschutzes wenigstens noch das Zitat,“… unter den
Blinden ist der Einäugige König“ reklamieren.
Siehe auch hier die „Abschiedsrede“ von Barbara Rütting
im April 2009 das Verhalten des Bayerischen Landtages
betreffend. (Im Internet eingestellt unter http://www.barbara-ruetting.de)
B. Rütting musste nach langen Jahren Arbeit in den
politischen Gremien frustriert erkennen, wie wenig
ernsthaft sich andere Politikerkollegen (insbesondere
die mit dem heuchlerischen christlichen „C“ im
Parteinamen) um das Wohl einer allumfassenden
Mitgeschöpflichkeit kümmern. Der Spruch „ …die Wahl
zwischen Pest und Cholera zu haben“ lässt grüßen: Denn
die wohlformulierten Wahlprogramme, d.h.
Absichtserklärungen, aller etablierten Parteien gleichen
einem Einheitsbrei, nur jeweils etwas anders „gewürzt“
für die jeweilige Ziel-Wählerklientel. Die
Politikermarionetten ähneln sich ohnehin wie schlechte
Abziehbildchen.-
Umfrageergebnisse mit
Stellungnahmen von Parteien zu verschiedenen Themen, wie
sie jetzt auch von großen Tierschutzverbänden manchmal
veröffentlicht werden, sind leider buchstäblich für „die
Katz“. Orientieren wir uns bei unserer Stimmangabe
einmal NICHT an blumigen WAHLVERSPRECHEN, sondern
ausschließlich daran, was die, die jetzt freundlich
dienernd um des Wählers Gunst buhlen, uns in der
VERGANGENHEIT mit ihrem HANDELN an Wohl- oder Untaten
beschert haben! Und hier fällt die Bilanz vernichtend
aus - und entsprechend muss auch unser Wahlverhalten
ausfallen. Offenbar gibt es nur zwei Arten von
Politikern bei den etablierten Parteien: Die einen
interessieren sich für die Wolle, die anderen für das
Fleisch, doch niemand interessiert die Schafe - die sind
nur "Stimmvieh". Wahrlich, da kann man nur noch mit
einem Bibelvers reagieren: "Siehe, ihr seid nichts, und
euer Tun ist auch nichts, und euch (zu) wählen ist (uns)
ein Greuel” (Jesaja 41,24)
V.i.S.d.P.: Ulrich
Dittmann |