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Sind
Tierversuche unsere Rettung?
von Astrid Reinke
Die meisten
Krankheiten sind
nicht heilbar
6000 Versuchstiere werden
täglich in Deutschland zu Tode gequält. Zwei Drittel unserer Krankheiten sind
nach 150 Jahren Tierversuchsmedizin weder heil- noch ausreichend behandelbar.
Herz- und Gefäßkrankheiten verursachen fast 50 %, Krebs 25 % aller Todesfälle.
Unzählige Menschen leiden an Rheuma, Arthrose, Allergien. Die Zahl deutscher
Diabetiker wird bald 10 Millionen erreichen. Viele Wissenschaftler behaupten:
»ohne Tierversuche müssen wir an schrecklichen Krankheiten sterben«. Doch
sterben wir nicht vielleicht wegen der Tierversuche an schrecklichen
Krankheiten?
Beweise für Nutzen und Notwendigkeit
fehlen
Im Jahre 2004 erschien in
England eine wissenschaftliche Studie, die Tierversuchen gravierende Mängel
nachwies. Man stellte fest, dass Therapien trotz schlechter Ergebnisse bei
Menschen angewendet wurden, die Experimentatoren den Versuchen also keine
Bedeutung zumaßen. Die Autoren kamen u.a. zu dem Schluss,
Tierversuche seien häufig
schlecht geplant und könnten Patienten gefährden.(1)
Auch andere Untersuchungen kritisieren die Methode Tierversuch als häufig
erfolglos.(2) Die Tierversuchsforscher berichten zwar immer wieder von Erfolgen,
auf den Nutzen für die Menschheit wartet man allerdings häufig vergeblich. Seit
über zwei Jahrzehnten halten uns tierexperimentierende AIDS-Forscher mit
Ankündigungen wie z.B. »In zwei Jahren ist der Impfstoff da« bei der Stange.(3)
Doch im Jahre 2004 waren
40.000.000 Menschen AIDS
infiziert - ein
trauriger Rekord! Trotzdem weigern sich Wissenschaft und Staat hartnäckig
unabhängige Untersuchungen zum tatsächlichen Nutzen von Tierversuchen
durchführen zu lassen.
Der Mensch ist keine Maus
Schon
verschiedene Tierarten
unterscheiden sich hinsichtlich Körperbau, Organfunktionen und Stoffwechsel von
einander. Zwischen Hund und Katze bestehen erhebliche Unterschiede in der
Beweglichkeit der Gliedmaßen oder der Nahrungszusammensetzung, obwohl beide sich
auf vier Beinen fortbewegen und von Natur aus Beutetiere erjagen würden.
Bestimmte Anti-Floh-Mittel für Hunde töten Katzen unter schrecklichen Krämpfen.
Penicillin, welches bei Katzen hilfreich ist, tötet hingegen Meerschweinchen
usw. Die
Unterschiede zwischen Menschen und Tieren
sind noch größer. Trotzdem werden Hunden die Knochen gebrochen, um Versuche zur
Knochenheilung zu machen.(4) Fortbewegungsart, Tag-Nacht-Rhythmus, Ernährungs-
und Lebensgewohnheiten, Stoffwechselvorgänge, Lebensdauer, Herz- und
Atemfrequenz - die Beispiele für Unterschiede ließen sich endlos fortsetzen.
Tiere können auch nicht über Kopfschmerzen, Übelkeit oder Sehstörungen klagen.
Umfangreiche Informationslücken sind bei Tierversuchen also unvermeidlich.
Andere Ursachen
Selbst Männer und Frauen,
Kinder und Erwachsene, alte und junge Menschen reagieren derart unterschiedlich,
dass es fatale Folgen haben kann, wenn Ärzte dies nicht berücksichtigen. Auch
psychische
Vorgänge haben
großen Einfluss
auf Krankheit und Gesundheit.
Versuchstiere weisen aufgrund ihrer Angst und der unnatürlichen
Haltungsbedingungen häufig veränderte Hormonspiegel auf, welche das
Versuchsergebnis nachweislich beeinflussen.(5) Vor allem aber kann die
Erforschung der Krankheitsentstehung und damit eine wirksame Prävention nicht an
künstlich kranken Tieren erfolgen. Der Mensch bekommt keinen Krebs, weil man
Krebszellen in seine Organe spritzt. Wen verwundert es also, wenn
Dr. Richard Klausner,
Direktor des National Cancer Institute (NCI) in den USA resümiert: »Seit
Jahrzehnten heilen wir Krebs bei Mäusen, aber beim Menschen klappt es einfach
nicht«?(6) Menschen sind weder blind noch hirngeschädigt, weil man ihnen als
Säugling die Augen zugenäht hat. Und auch Rheuma und Arthrose resultieren nicht
aus Injektionen von Bakterien in unsere Gelenke. Den Erkrankungen des Menschen
liegen regelmäßig andere Ursachen zu Grunde.
Folgenschwere Fehlschlüsse
Jahrzehntelang wurde die
Gefährlichkeit
von Asbest
verleugnet, weil Ratten den Stoff 300mal besser vertragen als der Mensch.(7)
Seine krebserregende Wirkung wurde erst durch Untersuchungen von Asbestarbeitern
erkannt. Arzneimittel, die im Tierversuch als sicher beurteilt wurden, führen
bei Menschen immer wieder zu unerwarteten Nebenwirkungen. Erinnert sei nur an
Contergan,
Lipobay, Vioxx und die Alzheimerimpfung,
die schwere Organschäden oder Todesfälle verursachten. Die Hälfte aller Rückrufe
von Arzneimitteln erfolgen innerhalb zwei Jahren nach Zulassung des
Medikamentes, die Hälfte der besonderen Warnhinweise ergibt sich erst nach
weiteren fünf Jahren(8) - lange nach Beendigung der Tierversuche. Hochrechnungen
zeigen, dass 210.000 Krankenhauseinweisungen und 58.000 Todesfälle jährlich
allein in Deutschland auf das Konto von Arzneimittelnebenwirkungen gehen.
Bevor ein Medikament zugelassen wird, ist es ausführlich
bei Tieren angewendet und sind viele Tiere damit vergiftet worden. Daraus wird
ein Wirksamkeits- und Unschädlichkeitsnachweis abgeleitet. Kommt es beim Einsatz
am Menschen zu Schäden werden wieder Tierversuche gemacht, um die Schädlichkeit
der Substanz zu ergründen. Aktuelles Beispiel hierfür ist die krebsverdächtige
Wirkung des zunächst als nebenwirkungsarm gefeierten
Neurodermitispräparates
Tacrolimus.(9)
Darin, dass Tierversuche heute so
und morgen anders interpretiert werden können, je nachdem, was man damit
beweisen möchte, verbirgt sich ein enormes Risikopotential.
Vorbeugen
statt behandeln
Sinnvoller als Therapieren
ist das Verhindern von Krankheit. Jeder kennt die Zusammenhänge zwischen
Übergewicht, Rauchen, mangelnder Bewegung und Herzproblemen. Wieso laufen wir
Menschen trotzdem in unser Verderben? Ein Hauptgrund ist der feste Glaube,
Siechtum und Tod ereile wohl die anderen, nicht aber uns selbst. Doch die
dauerhafte
Selbstschädigung
durch Fett, Fleisch, Nikotin, Alkohol, Bewegungsmangel usw. fordert von jedem
Körper Tribut. An dieser Stelle kommt ein zweiter Grund zum Tragen: Die
einseitig auf Reparatur und Ersatzteile ausgerichtete Medizin erweckt gemeinsam
mit der Medizinindustrie gerne den Anschein, es sei nahezu jede Erkrankung
reparierbar, zerstörte Organe austauschbar.
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