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DER TIERVERSUCH
Anwendungsbereiche - Kritik - Forschungsmethoden ohne Tierleid
Was
ist ein Tierversuch?
In
einer Zeit gigantischer technischer Fortschritte, die es ermöglichen,
von der Erde aus auf Knopfdruck ein kleines Mobil auf dem Mars in 55
Millionen Kilometer Entfernung Bohrungen ausführen zu lassen, ist es
unvorstellbar, dass sich Wissenschaftler auf anderen Forschungsgebieten
noch immer mittelalterlicher Methoden bedienen. Die Rede ist von
Tierversuchen! Da die Tierversuchsproblematik ein viel diskutiertes
Thema darstellt, ist eine sachliche und vor allem wahrheitsgetreue
Aufklärung der Bevölkerung das Hauptanliegen der Vereinigung "Ärzte
gegen Tierversuche e.V.. Viele Laien verstehen unter einem Tierversuch
die Verabreichung eines fertigen Medikamentes an ein krankes Tier, das
bei guter Wirkung danach auch kranken Menschen gegeben wird. Das ist
eine völlig falsche Vorstellung und entspricht keineswegs der Realität.
Was
also ist ein Tierversuch wirklich?
Ein
Tierversuch ist ein körperlich (physisch) und seelisch (psychisch)
schwerwiegender Eingriff an einem lebenden und gesunden Tier, um daraus
vermeintliche Erkenntnisse zum Nutzen des Menschen zu gewinnen. Es gibt
kaum eine Tierart, die nicht zu solchen Experimenten herangezogen wird,
angefangen von Mäusen, Ratten, Vögeln, Fischen, Kaninchen, über Affen,
Hunde, Katzen und Schafe, bis hin zu Rindern und Pferden.
Gigantischer Tierverbrauch
Jeden Tag sterben in Deutschland ca. 4.500 Tiere in den
Versuchslaboratorien von Universitäten, Max-Planck-lnstituten,
Krankenhäusern und der Industrie einen qualvollen Tod.
Wenn weltweit pro Jahr 300 Millionen Tiere für Versuche getötet werden -
das entspricht der Einwohnerzahl der gesamten USA und jetzigen
Bundesrepublik zusammen und bedeutet 1 Million pro Experimentiertag -
dann errechnet sich diese ungeheure Zahl aus den vielfältigen Bereichen,
in denen unschuldige und leidensfähige Tiere zum angeblichen Wohle der
Menschen geopfert werden. In erster Linie sind das diverse Bereiche der
Medizin, der Biologie, der Kosmetik, der Erzeugung von Genussmitteln und
der Herstellung von Gebrauchsgegenständen. Unter letztere fallen, um nur
einige Beispiele zu nennen, alle Plastikprodukte, Farben, Kerzen,
Christbaumsprays, Frostschutzmittel, Tinten, Feuerlöscher und
Gleitmittel für Reißverschlüsse. Die Grausamkeit, die Tieren besonders
in der Rüstungsindustrie angetan wird, übersteigt das
Vorstellungsvermögen eines normal empfindenden Menschen.
Die
Bevölkerung wird getäuscht
Unter dem Vorwand, Tierversuche in der Medizin seien für die Entwicklung
von Medikamenten, neuen Behandlungsmethoden und Operationstechniken
unerlässlich, versucht man, die Bevölkerung in ihrer Leichtgläubigkeit
in die Irre zu führen. Vor allem die Behauptung, die meisten
Versuchstiere seien so genannte Ekeltiere, wie Mäuse und Ratten, zielt
darauf ab, das Mitleidsempfinden zu unterdrücken. Es geht jedoch nicht
um Größe oder Beliebtheit einzelner Tierarten, sondern darum, dass alle
Tiere, so wie wir Menschen, Angst und Schmerz empfinden können.
Ob es sich immer noch zum Teil um gestohlene Haustiere, wie Hunde und
Katzen, handelt, ist umstritten, spielt aber letztlich keine große
Rolle, denn ob gestohlen oder gezüchtet, die Tiere leiden alle gleich.
Sicher ist jedoch, dass verschiedenste Labortiere von der Nacktmaus bis
zum Minischwein bereits voroperiert oder als Qualzüchtungen in den
Katalogen amerikanischer "Tierfarmen" wie preiswerte Elektrogeräte
angepriesen und auf Bestellung per Jumbojet eingeflogen werden.
Sie
können sich informieren
Die
Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. hat im Internet eine Datenbank
eingerichtet unter der Adresse:
www.datenbank-tierversuche.de . Darin werden laufend in
Deutschland durchgeführte und in Fachzeitschriften publizierte
Tierversuche unter Angabe der Experimentatoren, der Universitäten oder
Institute zusammengestellt. Mit dabei sind jeweils eine detaillierte
Schilderung der Experimente und Angaben über Art und Zahl der
verwendeten Tiere. Auf diese Weise soll allen Versuchen der
Experimentatoren und der Pharmaindustrie, das grauenvolle Geschehen der
Tierversuchspraktik zu verharmlosen, entgegengewirkt und der
Öffentlichkeit die Wahrheit vor Augen geführt werden.
Verfasser: Dr. med. Walter Schmidt
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