Arbeitskreis humaner

 

                    Tierschutz e.V.   (gegr.1991)

 
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Computer-Systeme statt Tierversuche

Die vielen Möglichkeiten von Computersimulation anstelle von Tierversuchen werden eingesetzt

·                                 beim Aufbau komplizierter chemischer Verbindungen

·                                 bei der Arzneimittelentwicklung

·                                 zur Entwicklung von Impfstoffen

·                                 zur Reaktionsbestimmung auf giftige und ungiftige Substanzen

·                                 zur Messung von Gehirnströmen

Ein mathematisches Modell der Knochenheilung in Verbindung mit Computersimulation erfand eine Ulmer Forschungsgruppe zur Vermeidung von Tierversuchen, bei denen Hunden und Schafen künstlich Knochen gebrochen werden.

Ein wertvolles, in der Toxikologie eingesetztes Computermodell ermöglicht aufgrund der chemischen Struktur einer Prüfungssubstanz die Beurteilung, ob diese mutagen (= erbsubstanzverändernd), karzinogen (=krebserzeugend) oder teratogen (= Missbildung erzeugend) ist.

Graphik-Computer

Er liefert im Gegensatz zur Röntgen-Darstellung ein dreidimensionales, nach allen Seiten drehbares Bildschirmmodell vom Kopf eines Patienten. Vor einer Schädeloperation kann die vorzunehmende Operation genau simuliert werden. D
Das gleiche geschieht auch für Hüftgelenks- und Gehirnoperationen.

Computergestützte Chirurgie

In Kombination mit der Elektromedizin ist es möglich, mittels Fräse einen dem Patienten genau entsprechenden Plastikkopf zu formen, an dem der Chirurg mit Laserstrahl den Operationsverlauf üben kann. Hüftgelenksoperationen werden heute schon von Computerarmen durchgeführt, deren Präzision, wie längst anerkannt, die eines Chirurgen übertrifft.

Virtual Reality (vorgetäuschte Wirklichkeit)

So nennt man das Verfahren, bei dem Computersysteme Menschen und Tiere dreidimensional mit allen Organen darstellen und Chirurgen und Mikrochirurgen ein operatives Training ermöglichen.

Endoskopie-Trainer

Hier handelt es sich um ein ausgeklügeltes Computerprogramm, mit dem an einem dreidimensional-graphischen Operationsfeld endoskopische Operationen simuliert werden können (Endoskopie = Ausleuchtung von Körperhöhlen).

Video-Lehrfilme mit Interrogativ-System

Während des Filmablaufs über alle Arten von Tierexperimenten steift ein Computer Fragen an die Studenten und korrigiert Falschantworten.

Sim-Nerv

Dies ist ein spezielles Computerprogramm, mit dem alle Froschversuche, die in physiologischen Praktika durchgeführt werden,
simuliert werden können.

Weitere Programme: SimMuscle, SimHeart, SimPatch und SimVessel.
Neuro-Simulator von Manteuffel. Dieses System wird ebenfalls als Ersatz der Froschversuche erfolgreich an der Universität Hamburg angewandt.


Verfasser: Dr. med. Walter Schmid

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