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Computer-Systeme statt Tierversuche
Die vielen
Möglichkeiten von Computersimulation anstelle von Tierversuchen werden
eingesetzt
·
beim
Aufbau komplizierter chemischer Verbindungen
·
bei der
Arzneimittelentwicklung
·
zur
Entwicklung von Impfstoffen
·
zur
Reaktionsbestimmung auf giftige und ungiftige Substanzen
·
zur
Messung von Gehirnströmen
Ein
mathematisches Modell der Knochenheilung
in Verbindung mit Computersimulation erfand eine Ulmer Forschungsgruppe zur
Vermeidung von Tierversuchen, bei denen Hunden und Schafen künstlich Knochen
gebrochen werden.
Ein wertvolles, in der Toxikologie eingesetztes Computermodell ermöglicht
aufgrund der chemischen Struktur einer Prüfungssubstanz die Beurteilung, ob
diese mutagen (= erbsubstanzverändernd), karzinogen (=krebserzeugend) oder
teratogen (= Missbildung erzeugend) ist.
Graphik-Computer
Er liefert
im Gegensatz zur Röntgen-Darstellung ein dreidimensionales, nach allen Seiten
drehbares Bildschirmmodell vom Kopf eines Patienten. Vor einer Schädeloperation
kann die vorzunehmende Operation genau simuliert werden. D
Das gleiche geschieht auch für Hüftgelenks- und Gehirnoperationen.
Computergestützte Chirurgie
In
Kombination mit der Elektromedizin ist es möglich, mittels Fräse einen dem
Patienten genau entsprechenden Plastikkopf zu formen, an dem der Chirurg mit
Laserstrahl den Operationsverlauf üben kann. Hüftgelenksoperationen werden heute
schon von Computerarmen durchgeführt, deren Präzision, wie längst anerkannt, die
eines Chirurgen übertrifft.
Virtual Reality
(vorgetäuschte Wirklichkeit)
So nennt
man das Verfahren, bei dem Computersysteme Menschen und Tiere dreidimensional
mit allen Organen darstellen und Chirurgen und Mikrochirurgen ein operatives
Training ermöglichen.
Endoskopie-Trainer
Hier
handelt es sich um ein ausgeklügeltes Computerprogramm, mit dem an einem
dreidimensional-graphischen Operationsfeld endoskopische Operationen simuliert
werden können (Endoskopie = Ausleuchtung von Körperhöhlen).
Video-Lehrfilme mit
Interrogativ-System
Während des
Filmablaufs über alle Arten von Tierexperimenten steift ein Computer Fragen an
die Studenten und korrigiert Falschantworten.
Sim-Nerv
Dies ist
ein spezielles Computerprogramm, mit dem alle Froschversuche, die in
physiologischen Praktika durchgeführt werden,
simuliert werden können.
Weitere Programme:
SimMuscle, SimHeart, SimPatch und SimVessel.
Neuro-Simulator von Manteuffel. Dieses System wird ebenfalls als Ersatz der
Froschversuche erfolgreich an der Universität Hamburg angewandt.
Verfasser:
Dr. med. Walter Schmid
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