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Aus AK/PAKT-aktuell 4.2009:
Wie ergeht es eigentlich unserem
Stadttaubenprojekt in Bad Kissingen ?
Erinnern Sie sich noch? Mit der Stadt Bad Kissingen
haben wir im Jahr 2005 einen Vertrag über die Betreuung
eines Taubenschlages getroffen. Voraus-gegangen war ein
Taubenfütterungsverbot, welches natürlich zur Folge
hatte, dass viele Tauben krank wurden und schlichtweg
verhungern mussten. |

Hinweisschild am Taubenschlag in Bad
Kissingen,70x40cm |
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Für Tierfreunde und auch für Mitglieder unseres AK ein
Anlass für Proteste aber auch für Konzepte, um dem
Taubenproblem vernünftig zu begegnen. Zwar
besteht das Verbot immer noch, doch im Gegensatz zu
damals gibt es heute einen Taubenschlag, in dem ein
großer Teil der Kissinger Tauben versorgt werden kann.
Nach
der Fertigstellung des Schlages Anfang 2006 wurden zwei
Taubenpärchen eingesetzt. Die Pärchen erfüllten unsere
Hoffnungen auf Nachwuchs ziemlich schnell, so dass die
ersten sesshaften Tauben versorgt und damit andere
Tauben aus dem Stadtgebiet angelockt werden konnten.
Heute, also nach fast fünf Jahren der Taubenbetreuung,
beheimatet der Schlag im ehemaligen Schlauchtrockenturm
des alten Feuerwehrhauses etwa 90 Tauben! 90 Tauben,
die, gäbe es den Schlag nicht, ihr Leben vorwiegend auf
Dächern und Mauernnischen verbringen müssten und dabei
auf den Abfall der Menschen angewiesen wären.
90
Tauben - eine beeindruckende Zahl! Noch beeindruckender
allerdings ist die Summe der Gelege, die gegen Attrappen
ausgetauscht wurden: 400 Eier wurden nämlich von den
ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen seit Bestehen des
Schlages ausgewechselt! 400-faches Tierleid konnte
somit verhindert werden! Ein herzliches Dankeschön
dafür dem Kissinger „Stadttaubenteam“!
Apropos
Tierleid: Das Team kümmert sich natürlich auch um kranke
und verletzte Tauben, die den Weg in den Taubenschlag
noch nicht gefunden haben. Nicht selten wird man beim
Tierarzt vorstellig oder päppelt ein Tier zu Hause
wieder gesund.
Roland Dunkel, Dez. 2009 |
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Geduld gefragt bei der Tauben-Umsiedlung
Doch nach wie vor gilt
bei der Konzeption eines solchen Projektes der
Grundsatz: Der Schlag muss zu den Tieren!
Am 19. Okt. 2005
wurde der Vertrag zwischen der Stadt Bad Kissingen und
dem Arbeitskreis über die Betreuung eines neu zu
errichtenden Taubenschlages geschlossen. Nach
Fertigstellung des Schlages wurden dann Anfang 2006 zwei
Taubenpärchen eingesetzt. Damit verbunden war die
Hoffnung, dass sich im Laufe der Zeit weitere Tauben aus
dem Stadtgebiet anschließen werden. Diese war, wie man
nun sehen kann, nicht unberechtigt. |

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Wo früher einmal die
Schläuche der städtischen Feuerwehr zum Trocknen
herunterhingen, verläuft heute der Weg hinauf zum
Taubenschlag. Bruni geht diesen Weg mehrmals in der
Woche. Die Treppen, die sich im Turm empor schlängeln,
führen sie auch an den Räumen einer ehemaligen
Bedienstetenwohnung vorbei. Jetzt dienen sie als Lager
für Taubenfutter und dem Allerlei, was zum Betrieb eines
Taubenschlages gebraucht wird. Auch fließendes Wasser
ist vorhanden. Davon nimmt Bruni in einer Gießkanne
gleich etwas mit nach oben, denn auch Tauben haben
Durst.
Die
letzte Treppe, dann die letzten Stufen einer schmalen
Stiege. Es knarrt. Ihre Besucherin haben die Tauben
längst bemerkt. Hektisches Flügelschlagen und
aufgeregtes Gurren dringt durch die Wand. Wie immer
versucht Bruni mit sanfter Stimme, die Vögel zu
beruhigen. Nun betätigt sie behutsam das Schloss der
Eingangstür. Beim Betreten suchen die Tauben dennoch das
Weite – fluchtartig, wie immer.
Aufgewirbelter Staub sinkt langsam zu Boden. Kleine
flauschige Federn ebenfalls. Trotzdem, das Klima ist
erträglich. Dafür sorgt eine gut funktionierende
Belüftung. All das kümmert Bruni in diesen Minuten
jedoch wenig. Sie erledigt ihre Aufgaben, die für sie
zur Routine geworden sind. Zu diesen Aufgaben zählt auch
der Austausch der Gelege gegen Gipseier. Denn nur so ist
im Sinne des Tierschutzes der Bestand der Stadttauben
auf ein gewünschtes Maß zu reduzieren. 66 solcher
Attrappen hat sie bereits in die Nester platziert. Eine
stattliche Zahl! Vor allem, wenn man bedenkt, dass
dieses Projekt nicht besonders erfolgversprechend
begann. Der Grund: Ein unbefriedigendes Ergebnis bei der
Auswahl des Standortes mit der Folge, dass über Monate
hinweg der Taubenschlag noch schlechter bevölkert war
als der Kissinger Kurpark bei strömendem Regen.
Doch
die anfängliche Enttäuschung ist gewichen. Heute
herrscht weitgehend Zufriedenheit, denn immer mehr
Tauben finden Zuflucht unter dem Dach des alten
Feuerwehrhauses.
Als
Bruni es verlässt, hält sie einen Moment inne und blickt
nach oben. Auf der Dachrinne sitzen ihre Schützlinge nun
dicht beieinander. Sie beginnt zu zählen. Groß ist ihre
Freude, als sie auf die Zahl 45 kommt. So viele waren es
noch nie!
Danke
Brunhilde für deinen Einsatz! Dank auch an Margot,
Claudia und Frank für die Unterstützung!
Roland Dunkel/31.08.07 |
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Auch Claudia Schindelmann leistet
viele ehrenamtliche Stunden für das Taubenschutzprojekt.
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Taubennester mit Ei-Attrappen
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2005:
Endlich: Bad Kissingen errichtet einen Taubenschlag
Verhandlungen zwischen Stadt und AK erfolgreich abgeschlossen
Von
einigen unrühmlichen Ausnahmen abgesehen, greift in Sachen Stadttauben
tierschutzkonformes Vorgehen in deutschen Städten weiter um sich. In die
Liste derjenigen Städte, die sich für eine
Kooperation mit Tierschutzorganisationen
entschieden haben, trägt sich nun auch die Stadt
Bad
Kissingen
ein.
Endlich, werden sich auch die beiden Mitglieder des Arbeitskreises und
unermüdlich kämpfenden Tierfreundinnen Margot Wurst und Brunhilde Geiss
sagen. Seit Jahren haben sie dieses Ziel vor Augen. Nun soll es
Wirklichkeit werden.
In einem am
19.10.2005 geschlossenen Vertrag
zwischen der Stadt und dem Arbeitskreis
wurden die Weichen für eine bessere Zukunft der Tauben gestellt,
zumindest für diejenigen, die das bisherige Fütterungsverbot überstanden
haben. Vereinbart wurde, dass die Schlagerrichtung und die Entsorgung
des Taubenkots von der Stadt Bad Kissingen übernommen werden.
Alles andere ist
Sache
des Arbeitskreises.
Das heißt konkret:
Die
Ausstattung des Schlages; die Übernahme der Futterkosten; das Füttern im
Schlag; die Reinigung des Schlages und das für die Regulierung des
Taubenbestandes erforderliche Austauschen der Gelege gegen Attrappen.
All das kostet natürlich auch Geld. Doch wir rechnen auch weiterhin mit
Ihrer finanziellen Unterstützung. Ohne Ihre Hilfe wäre das bisherige
Engagement des Arbeitskreises ohnehin nicht denkbar.
Roland
Dunkel/AK


Margot u. Brunhilde im neuen Taubenschlag/Jan.2006 und Taubennachwuchs
im Mai 2006
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